Dem deutschen Team droht damit der Super-GAU: der letzte Platz in der Vorrundengruppe B und damit das Ausscheiden bereits in der Vorrunde. Am Dienstag gegen Mazedonien (18 Uhr, live in der ARD) spielt die Mannschaft von Martin Heuberger bereits um ihre Zukunft. Mit einer ähnlich konfusen Leistung wie gegen die Tschechen dürfte man gegen die von ihren fanatischen Fans unterstützten Mazedonier um Weltstar Kiril Lazarov, die den Schweden ein überraschendes Remis abtrotzten, ohne Chance sein.
Immer wieder scheiterten die deutschen Spieler am Tausendsassa Stochl im tschechischen Tor, der dem Heuberger-Team schon früh das Selbstvertrauen nahm. Sein Gegenüber Silvio Heinevetter erreichte trotz einiger spektakulärer Paraden nicht das Niveau seines Füchse-Mannschaftskameraden.
Die deutsche Mannschaft enttäuschte auf der ganzen Linie. Die Rückraumschützen Hens und Glandorf boten unterirdische Leistungen und weder Spielmacher Haaß noch Berlins Christophersen vermochten dem fahrigen deutschen Spiel Struktur zu geben. Damit setzte sich der schwache Eindruck, den das Nationalteam bei den letzten großen Turnieren sowie beim Supercup hinterlassen hatte, nahtlos fort.
Zubilligen muss man der DHB-Sieben allenfalls kämpferische Qualitäten. Trotz klarem Rückstand kämpfte man sich in der zweiten Halbzeit auf ein Tor heran, agierte dann aber zu kopflos, um eine Wende herbeiführen zu können. Während Stochl, Jicha und Co. zu Recht einen großen Sieg bejubelten, steht der deutsche Handball am Dienstag vor einem unerwarteten Schicksalsspiel.
22.5.2012