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Einseitiges Lokalderby: Spreefüxxe deklassieren Berliner TSC erneut

19.02.2012
Die bestehende Hierarchie im Berliner Frauenhandball bleibt erwartungsgemäß unverändert: Wie schon im Hinspiel (30:17) besiegte Tabellenführer BVB-Füchse im Lokalderby der 3. Liga Nord einen in allen Belangen unterlegenen Berliner TSC mit 39:23 (22:12).
 - Gegen die offensive Spreefüxxe-Abwehr mit der überragenden Anna Eber (links) hatten es die TSC-Schützen (hier Christiane Wiechert) schwer. <br/>Foto: Wollmann/namlow.de
Gegen die offensive Spreefüxxe-Abwehr mit der überragenden Anna Eber (links) hatten es die TSC-Schützen (hier Christiane Wiechert) schwer.
Foto: Wollmann/namlow.de

Beide Teams begannen nervös und es dauerte bis zur 5. Minute, bis der erste Treffer fiel: Für die ersatzgeschwächten Gäste traf Christiane Wiechert zur einzigen TSC-Führung im gesamten Spiel. Erst nach zehn Minuten hatte sich der haushohe Favorit freigespielt und kam vor allem über die dynamisch vorgetragene zweite Welle zu Toren.

Die offensive Deckung, in der Anna Eber immer wieder erfolgreich den Gästeaufbau störte, erkämpfte sich wiederholt den Ball. Und dann ging die Post ab in Richtung Tor von Juliane Meyer, vor deren Gehäuse oft zwei, drei Spreefüxxe völlig frei auftauchten. Im Angriff erzielte zunächst nur Ex-Füchsin Julia Fritsche Wirkung und hielt den Rückstand in Grenzen.

Mitte der ersten Halbzeit ließ der Druck der Gastgeber etwas nach, doch das änderte sich mit Einwechslung von Anna Blödorn, die ihr Team zur klaren Pausenführung trieb. Zehn Tore betrug der Vorsprung und er sollte auch nach dem Wechsel schnell wachsen, als Woycieszack, Blödorn, Trumpf und de Beer das Ergebnis auf 28:15 schraubten. Beide Teams hatten zu diesem Zeitpunkt bereits die Torhüter gewechselt: Anna Jensen kam für die zunächst trotz Leistenproblemen haltende Juliane Nagel, beim TSC ersetzte Isabell Reiner die von ihrer Abwehr kaum unterstützte Juliane Meyer.

Erst jetzt legte der TSC den Respekt vor dem Tabellenführer ab und kam seinerseits zu herrlichen Treffer nach schönen Kombinationen. Rochlitz, Fritsche und Schwarz schlossen gut vorbereitete Angriffe ab. Auf der Gegenseite erzielte Torjägerin Trumpf den 30. Treffer und bewies Woycieszack mehrfach ihr gutes Auge. So sahen die 435 Zuschauer ein unterhaltsames Spiel, das bewies, dass der Berliner Frauenhandball besser ist als sein Ruf.

Am Ende hatte Spreefüxxe-Coach Diemar Rösicke alle Feldspielerinnen eingesetzt. Sein Team ist mit 36:0 Punkten weiterhin klarer Tabellenführer und Aufstiegsfavorit. Eine Marke blieb an diesem Abend jedoch unberührt: Trotz guter Chancen wollte der 40. Treffer nicht mehr fallen. Beim TSC, der weiter im sicheren Mittelfeld liegt, gilt jetzt alle Konzentration dem Spiel gegen Schlusslicht Alstertal-Langenhorn am kommenden Sonnabend (16 Uhr, Velodrom). Mit zwei Punkten dürfte der Klassenerhalt dann endgültig unter Dach und Fach sein.

Beste Torschützen: Bianca Trumpf (12/3), Sandra Woycieszack (7/1), Anna Blödorn (6), Anna Eber und Stefanie de Beer (je 4) für die Spreefüxxe, Vivien Schwarz, Julia Fritsche (je 6) und Stefanie Rochlitz (5/1) für den TSC.

Termine

22.5.2012

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