Für Bob Hanning bleibt die Nationalmannschaft das Aushängeschild des deutschen Handballs – und Martin Heuberger ist der richtige Bundestrainer. Um das Team bald schon wieder an die Weltspitze heranzuführen, muss sich der Dachverband DHB allerdings professionalisieren, so die Forderung des Füchse-Managers.
Kompetente Personen sollen die Verantwortung übernehmen – Hanning unterstützt damit indirekt die Forderung seines Torwarts Silvio Heinevetter nach Ablösung des DHB-Präsidenten Ulrich Strombach, der bis 2013 seinen Stuhl räumen soll.
Der notwendige Verjüngungsprozess soll allerdings nicht nur bei der Verbandsführung ansetzen, sondern auch bei der Nationalmannschaft. Dazu sollen zunächst mindestens vier U23-Spieler ins A-Team integriert werden. Unterstützung muss laut Hanning von den Bundesliga-Vereinen kommen, die mindestens drei deutsche Spieler unter 25 Jahren in ihren Kadern zum Einsatz bringen sollen.
Ferner will der Ober-Fuchs einen Teammanager à la Oliver Bierhoff bei den Fußballern installieren, der aus der Bundesliga kommt und über entsprechende Kontakte zu den Klubs verfügt. Gestärkt werden sollen nach seiner Vorstellung auch die Landesverbände, die nicht nur inhaltlich, sondern auch materiell unterstützt werden sollen. Eine bessere Vermarktung und finanzielle Zuwendungen durch die Bundesliga sollen den Rahmen für nachhaltige Strukturen schaffen. Und eine professionellere Kommunikation auch unter Einbindung neuer Medien dazu führen, dass auch junge Zielgruppen angesprochen werden.
Weitere angesprochene Bereiche im Positionspapier betreffen die Jugendförderung und Weiterentwicklung der Jugend-Bundesliga. Das gesamte Dokument kann als PDF bei handball-world.com runtergeladen werden.
22.5.2012